2010

Sophia gehört mittlerweile zu unserem Inventar. Sie ist immernoch mit allem zufrieden, was ihr geboten wird. Missmutig ist Sophia nur, wenn sie hungrig oder müde ist. ODER….ihre Finger haben die Handschuhe verlassen. Meistens ist es so, dass sie beobachtet, wer- was- wo macht, und klingt sich dann ein. Sie ist den ganzen Tag fröhlich, freut sich über Dinge, die für mein Auge nicht bestimmt sind 🙂 Manchmal kommt sie aus einer Ecke, lacht  mich an und läuft einfach lachend weiter. Und es ist nichts passiert…sie ist nur in Bewegung in diesem Moment…so klein und so aussagekräftig. Den Schnee mag Sophia auch nur bedingt, da es ihr da genauso ergeht wie ihrer kleinen Freundin Sarah. Sie wollen so gern laufen. So gern, dass ich meine Frage gar nicht zu Ende bringen kann. Allein die Wörter „möchtet Ihr…“, reicht um Freude in den Körper fluten zu lassen. Aber….der Schnee ist grausam. Er lässt nicht laufen, nicht spielen und nichts finden. Alles ist gleichweiß. Der Frühling wird für Sarah und Sophia eine tolle Zeit, weil sie sich dann so richtig ausspielen können.

MÄRZ 2010:Jaaaaaa…..Sophia kann sich endlich frei an der frischen Luft bewegen…..oooooohhhhh neeeeeeiiiiinnnnn……jetzt wollen auch noch alle auf den Spielplatz…und der ist voller SAND!!! Und DEN mag Sophia momentan gar nicht. Bis gestern fühlte sie sich mit Sand an der Hose dreckig. Sie konnte mit unserem Spielplatz nichts anfangen und war scheinbar so sehr an unsere Kinderwohnung gewöhnt, dass sie an manchen Tagen erst wieder fröhlich wurde, wenn wir drin waren. Heute allerdings, freute sie sich, als wir um die Ecke bogen. Sie hatte Spaß, spielte im Sand, saß auf der Wippe, und kam sogar den Berg hinauf……nur runter nicht…..aber dafür bin ich ja da :-).

MAI 2010: Sophia wird groß. Manchmal denke ich, Sophia wird von ihrer eigenen Entwicklung überrumpelt :-). „Sprachlos“ sieht sie sich an, was mit ihr passiert. Alles ist im kommen. An Regeln halten, zurückstecken, mit Löffel oder Gabel essen, abgeben, lieb sein, zusammen lachen, kuscheln mit Dina, Bedürfnisse einfordern, sich durchsetzen, zusammen spielen, seine Sachen verteidigen, die dumme Matschhose akzeptieren, sich die Rutsche runter trauen, es auf der Schaukel aushalten, lustig sein……All die Dinge machen Sophia sprachlos….denke ich :-). Wenn sie mit all dem durch ist, alles für sich angenommen hat, dass es zum normalen Alltag gehört, können wir uns auf Sophias Worte freuen :-). Ich wünsche mir natürlich, dass ICH die jenige bin, die daran teilhaben darf. Ich gönne es natürlich jeder Krippenerzieherin, aber mir am meisten:-) 🙂 :-).

Juni’2010:Sophia kommt zum kuscheln, durch die Luft wirbeln, auf dem Schoß sitzen oder einfach nur helfen, immer öfter. Als sie anfing mit mir zu toben, was draußen sehr viel mehr Spaß macht als drinnen, schaute sie am Anfang sehr ernst, als ob sie meine Bereitschaft erfragen wollte. Jetzt ist es so, dass sie auf mich zu gerannt kommt und mit ihrem kleinen Mund ganz laut lacht. Draußen ist sie in ihrem Element, egal wo wir was machen, Sophia liebt die frische Luft in Zusammenhang mit Bewegung. Kein Hindernis ist ihr zu groß, kein Weg zu lang und kein Hund zu groß um ihn nicht anfassen zu wollen. Es macht sehr viel Spaß, zu sehen wieviel Freude in diesem kleinen Mädchen steckt 🙂

Ich weiß, dass die Zeit schon sehr lange her ist, als ich über Sophia schrieb, aber als ich eben alles durchging, erinnerte ich mich an all die Situationen, die ich so fast vergessen hätte. Und darumkann ich Sophia noch nicht löschen, bis mein Drucker wieder geht 🙂

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