Eingewöhnung

Bevor die Kinder an dem alltäglichen Ablauf teilnehmen können, muss die Eingewöhnung abgeschlossen sein.

Da alle Kinder sehr verschieden sind, unterschiedliche Elternhäuser haben und in jeder Familie ein anderer Umgang herrscht, ist es von Vorteil nur individuell gestaltete Eingewöhnungen vorzunehmen. Es ist ratsam nicht an einem bestimmten „Fahrplan“ festzuhalten, sondern von Familie zu Familie anders zu entscheiden. Bei der Eingewöhnung sollte es nicht ums Geld gehen. Denn hier geht es in erster Linie darum, dem Kind einen behutsamen Start zu ermöglichen. Es muss sich langsam an alles Neue herantasten können, viele Eindrücke verarbeiten, neue, unbekannte Gesichter einschätzen, neue Gerüche akzeptieren, einen neuen Umgang lernen und das WICHTIGSTE: die Tagesmutter als Bezugsperson akzeptieren und anzunehmen.

All dies ist für viele Eltern ein „Kaugummiweg“, für die Kinder allerdings absolut wichtig. Diese ganzen Dinge sind problemlos zu schaffen, indem sich die Tagesmutter mit den Eltern vier Wochen Zeit nimmt. In der ersten Woche sieht man sich nur drei Mal, nämlich Montag, Mittwoch und Freitag, jeweils ein bis eineinhalb Stunden. In der zweiten Woche können die Zeiten schon verlängert werden, und vielleicht schafft es die Mama oder der Papa für kurze Zeit die Räumlichkeiten zu verlassen. Ab diesem Zeitpunkt gibt es kein Malen nach Zahlen, da ab jetzt der Charakter des Kindes und die Bindung zu dem jeweiligen Elternteil eine nicht unwesentliche Rolle spielt und man nichts im Voraus planen kann. Kein Kind muss in dieser Zeit irgendeine Situation aushalten müssen. Die Eltern sollten während der Eingewöhnungszeit auf Abruf bereit sein und wenn möglich innerhalb von fünf Minuten da sein können.

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