Die Sprachen der Liebe

Ich lese zum zweiten Mal ein Buch, in dem es um die verschiedenen Sprachen der Liebe geht. Ich finde es so interessant, dass ich denke, damit nicht allein dazustehen. Abschreiben und vervielfältigen ist verboten ( 😉 ), ich gebe trotzdem mein Bestes.

Zweisamkeit: =ungeteilte Aufmerksamkeit. Beim Kleinkind bedeutet dies, sich mit ihm auf den Boden zusetzen  und den Ball zurollen. Unsere Kommunikation dreht sich um Autos, Teddys und Spielkasten. Wir begeben uns in die Welt des Kindes und beschäftigen uns intensiv mit ihnen. Als großer Mensch spielt sich alles am Computer ab ( hier spreche ich nat. nicht meinen Mann an/ so steht es im Buch 😉 ), aber ihre Kinder leben in einem“ anderen Universum“. Man muss sich auf die Ebene des Kindes begeben, wenn man es in die große Welt leiten möchte. Sobald das Kind größer wird, und neue Interessen entwickelt, müssen Sie sich auch damit vertraut machen, wenn Sie seine Bedürfnisse im Blick behalten wollen. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um mit ihm zu spielen, oder begleiten Sie es zu sportlichen Einsätzen. Ungeteilte Aufmerksamkeit zeigt dem jungen Menschen , dass Sie sich um ihn kümmern, Sie zeigen sich interessiert und signalisieren, dass es Ihnen Spass macht, mit ihm zusammen zu sein. An die Worte der Eltern können sich die wenigsten Erwachsenen erinnern, aber an die Gefühle und die Taten, sie haften in lebendiger Erinnerung. Ein Mann berichtete: “ Ich erinnere mich noch genau, dass mein Vater immer dabei war, wenn wir beim Fußball gegen eine andere Schule antraten. Ich wusste, ich interessiere ihn.“ Ein Liebesbeweis für diesen Mann war, dass der Vater sich Zeit nahm. Wenn die persönliche Liebessprache für Ihr Kind Zweisamkeit ist und Sie in dieser Sprache zu ihm reden, dann können Sie sich darauf freuen, dass es ihnen auch in den schwierigen Jahren der Pupertät gestattet wird, ihm nahe zu bleiben. Wenn Sie Ihrem Kind aber schon früher zu wenig an Aufmerksamkeit zukommen ließen, wird es sich nun abwenden und die Gesellschaft Gleichaltriger suchen, und eventuell Dinge tun, die ihm nicht gut tun.

– Geschenke: Viele Eltern und deren Eltern erfreuen sich an der Liebessprache des Schenkens. Die meisten denken, dies sei die wahre Sprache der Liebe. Der ultimative Liebesbeweis. Viele Kinder werden mit Dingen bombardiert, die die Eltern selbst früher nicht erhalten haben. Wenn aber das Schenken nicht die Liebessprache des Kindes ist, werden ihm all die vielen Überraschungen nicht sehr viel bedeuten. Alle Eltern meinen es nur gut, treffen aber nicht die wahren Bedürfnisse ihres Kindes. Wenn ein Kind die Geschenke nicht lange bespielt, kaum „Danke!“- sagt, unachtsam damit umgeht, dann scheint Schenken nicht zu seiner Liebessprache zu gehören. Wenn die Freude allerdings sehr klar erkennbar ist, es allen stolz das Geschenkte zeigt, wenn es achtsam damit umgeht, oder im Zimmer für jedermann sichtbar aufstellt, ist Schenken sicher die richtige Liebessprache.

– Hilfsbereitschaft: Für Babys tun Eltern alles, weil sie sonst nicht überleben würden. Säubern, füttern, wickeln, spielen, schleppen, spazieren gehen- all das macht viel Mühe und  ist sehr anstrengend. Später schmiert man die Butterbrote, fährt sie zur Schule, holt sie ab und hilft bei den Hausaufgaben. Für viele Kinder ist dies selbstverständlich, für andere aber ist es ein Liebesbeweis der Eltern. Beobachten Sie Ihr Kinder. Achten Sie darauf, wie sie anderen ihre Liebe zeigen. Das ist ein Hinweis darauf, welche Liebessprache sie sprechen. Wenn ein Kind sich oft auch für kleine Handreichungen bedankt, dann bedeutet dies, dass ihm dieser Bereich wichtig ist. Wenn Sie für die Schule Hilfestellung geben, geht es nicht nur um gute Zensuren, sondern zeigt dem Kind, Du bist mir wichtig. Reparieren Sie ihrem Kind das Rad, sorgen Sie nicht nur dafür, dass es wieder fahren kann, sondern füllen seinen Liebestank gewaltig auf. Bietet umgekehrt das Kind Ihnen ständig an, etwas zu helfen, dann will es damit wahrscheinlich seine Liebe beweisen, weil dies seine Sprache dafür ist.

– Zärtlichkeit: Es geht um Gefühle. Kinder sind besonders darauf angewiesen. Kinder, die oft in den Arm genommen werden und kuscheln dürfen, entwickeln sich besser.Schmusen, küssen, streicheln, all das zeigt dem Kind, dass es geliebt wird. Die Körperkontakte zum Heranwachsenden nehmen dann etwas andere Formen an. Als Elternteil wird man abgewehrt. Das heißt aber noch lange nicht, dass die jungen Menschen gar keinen Körperkontakt  möchten. Dies gilt besonders dann, wenn Zärtlichkeit ihre Sprache der Liebe ist. Stupsen, kleine Rangeleien, Kumpelhaft „hallo sagen“….dies signalisiert: Ich mag Dich. Beobachten Sie Ihre Kinder, wie sie anderen ihre „Liebe“ zeigen. Merken Sie sich, was sie von Ihnen erbitten. Oft hat es etwas mit ihrer Liebessprache zu tun. Als Eltern neigen wir dazu, all unsere Kinder in ein Boot zu setzen. Wir nehmen an Seminaren teil, lesen Ratgeber, haben den Kopf voll großartiger Ideen, wollen dann nach dem Gießkannenprinzip bei unseren Kindern alles anwenden. Das Problem ist nur, dass jedes Kind anders ist, und was das eine Kind als Liebesbeweis versteht, sagt dem anderen noch lange nichts. Ein Kind zum spazieren gehen zu zwingen, um ihm Zuwendung zu schenken, muss gar nicht als Ausdruck von Liebe verstanden werden. Fast alle Eltern lieben ihre Kinder. Aber die meisten sprechen die falsche Sprache. Das Fehlverhalten von Jugendlichen ist immer auf einen leeren Liebestank zurückzuführen, weil die Eltern eine andere „Sprache sprachen“.

Nicht anders konnten, oder wollten. Es ist niemals zu spät!!!

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