Das normale Leben

Was spielen unsere Kleinen momentan am liebsten? Sie spielen den normalen Alltag nach. Einige haben ihren zweiten Geburtstag bereits hinter sich, einige unmittelbar vor sich. Es ist genau das Alter, in dem alles wiederholt wird, was gesehen wurde. Dadurch entstehen tolle Gemeinsamkeiten, wie z.B. gemeinsames Puppen füttern und schlafen legen, Türen abwischen, zu Zweit anfassen und singen, sich gegenseitig Mittags das Essen zu füttern, anderen die Trinkflasche anbieten und so lange festhalten, bis dieser fertig ist. Was noch ganz interessant ist, ist z.B. das an- und ausziehen der Puppen. Wenn die Puppen bespielt werden, sitzen IMMER mindestens zwei Kinder zusammen auf dem Boden. Der Eine macht und der Andere schaut zu. Meistens bleibt dem Zuschauer auch keine andere Möglichkeit als zuzusehen und abzuwarten, weil er auf gar keinen Fall JETZT mit der Puppe spielen darf. Was aber sehr schön zu beobachten ist, ist, dass der Zweite helfen darf, wenn es mit dem Ausziehen z.B. nicht so klappen will. Oder die Puppe darf gehalten werden, wenn eben diese Hunger oder Durst bekommt. Einer hält, der Andere deckt zu, füttert und bespricht sie. Dieses gemeinsame Spielen zu beobachten ist für mich das Schönste. Denn normaler Weise beginnt so ein Gruppenspiel erst mit drei Jahren.
Sehr beliebt ist momentan das Jagen. Von einem Raum in den Nächsten…erschrecken…lachen…weiter laufen…irgendwo abklatschen…. zurück…Begegnung…erschrocken…fast umfallen…:-) kreischen…lachen…:-) weiter laufen – Gute Laune pur 🙂

Unser einziger kleiner Junge provitiert von all dem sehr. Er hat sich hervorragend eingelebt. Ich kann allen nur Mut machen!!! Wir haben mehr als vier Wochen benötigt, um die Nabelschnur zur Mama zu durchtrennen :-). Nach vier Wochen starteten wir einen kurzen Trennungsversuch, was unter vielen Tränen durchgestanden wurde. Wir steigerten uns auf 1,5 Stunden, auch unter sehr viel Herzschmerz. Als wir alle schon dachten: Wir müssen die Oma-Lösung angehen, klappte es auf Knopfdruck. Nach der Übergabe kamen lautstark Proteste, mit vielen Tränen……bis ich das Spielzimmer betrat:-) . Einige Tage später: nur so lange, bis ich mich von der Tür entfernte. Was soll ich sagen? JETZT ist alles verarbeitet. Unser kleiner Hahn im Korb spielt fröhlich mit allem vor sich hin ( Vorlieben habe ich noch keine entdeckt), er isst, was alle essen (was seine Mama schmunzeln lässt), er schläft jetzt ohne Einschlafhilfe meinerseits, und ich darf sogar den Raum verlassen, wenn er spielt. Wie wir das geschafft haben? Ich hatte ihn einfach immer bei mir: zum spielen, zum singen, zum essen, zum schlafen……Ich glaube, das ist das Rezept. Da gibt es leider kein Patentrezept, da gibt es nur das Bauchgefühl 😉

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