Alle werden groß, auch im Herbst

Es ist Herbst, kalt, nass, windig, ohne wärmende Herbstsonne und überall unschön. Wir machen das Beste daraus.

Ich möchte mich hiermit in aller Form bei allen Hundehaltern bedanken, die ihren Hunden erlauben sich am Wegesrand in Blätterbergen zu erleichtern. Aaaaaaahhhh….. Große Schuhe treffen vielleicht nur den Rand des Haufens, aber die Kleinen, Größe 23-25, stehen komplett drin…mitten drin!…ein Drama! Gibt es überall Tüten für eben dieses zu kaufen? “ JA!!! “ Muss ein Hund direkt an den Weg sitzen dürfen? „NEIN!!!“  Ich liebe Hunde über alles. Ich bin mit Hund(EN) groß geworden, und ich weiß, dass alles geht. Aber scheinbar nur, wenn man beobachtet wird, oder selbst rein tritt. Sehr unschön!!!

Nun zu uns :-). Wir sind kräftig dabei alle Krankheiten mit zu nehmen die uns über den Weg laufen. Vielleicht sind wir dann für die restlichen fünf (!) Wintermonate immun gegen alle möglichen Pilze, Bakterien und Viren. Ich wünsche allen „Gute Besserung!“ und freue mich auf eine vollständige Gruppe. Man könnte meinen, wenn nur zwei oder drei Kinder da sind, genießen wir entspannte Tage…In gewisser Weise ist das auch so, aber es fehlt immer irgendwo ein Kind. Es ist wie Puzzle. Es ist erst komplett, wenn alle Teile da sind. Jedes Kind hat bestimmte Kinder, mit dem es am allerliebsten spielt. Zahnarzt z.B.,  spielen immer nur zwei Kinder miteinander. Man legt sich abwechselnd mit dem Kopf auf ein Kissen, und „der Zahnarzt“ guckt dann mit einem Löffel (!) ob die Zähne gut sind :-). Friseur wird schon zu dritt gespielt. Auf dem vorderen Stuhl sitzt die Jenige, die schöne Haare bekommt, und hinter ihr die beiden Friseurinnen auf zwei weiteren Stühlen. So viel Luxus gibt es nur bei uns :-). Haarspangen werden in die Haare geschoben, Haargummis oben drauf gelegt, Haare um die Finger gewickelt und hin und wieder bekommt die Friseurin die Haare schön :-). Kochen kann man dann schon mal mit allen. Zutaten werden geteilt oder der besten Freundin besorgt. Manchmal gibt es Tränen in der Küche, weil jeder am liebsten mit qualitativ hochwertigen Sachen kochen möchte. Es gibt aber auch immer Mädchen, die sehr sozial eingreifen. Und wenn die dann eben krank sind, kann das sehr tragisch werden. Außerdem ist es MIR zu ruhig, wenn alle krank sind.Und dann gibt es ein Mädchen: sie darf auf gar keinen Fall krank werden, weil sie mir nämlich alle Kinder auszieht wenn wir von draußen wieder rein kommen. Jeder setzt sich auf die Treppe und wartet geduldig ( was nur in diesem Moment geht) bis eben genau dieses Mädchen Schuhe, Jacke, Mütze, Schahl und Matschhose aus hat, um dem Rest tatkräftig unter die Arme zu greifen.Und das Schönste: nichts bleibt liegen :-).

PS: Sie hat einen Bruder im Kindergarten ;-). ( das war für die Mama 🙂 )

Das einzig Gute an wenig Kindern ist, dass wir zum Anziehen keine 30 Minuten benötigen, sondern nur 25 Minuten ;-).

Ansonsten sind unsere zweijährigen Mädchen  momentan in einer sehr spannenden Phase. Mit den Worten kommt das durchsetzen wollen. Ich will……HABEN……MEINAS……..NEIN……..AUFHÖREN…..Alle Gefühle können in Worte gefasst werden, und somit werden sie lautstark geäußert. Jeder hat sein -ICH- und seine eigenen Bedürfnisse, und nur DIE sind wichtig ;-). Jetzt! Sofort! Es ist nicht nur das miteinander Spielen, die Gemeinsamkeit oder mit anderen etwas zusammen erleben und erfahren. Das macht Spass und ist neu, aber auch das Abgrenzen von den Anderen und sein Wille körperlich und mit Worten durchsetzen zu können ist neu. Gleichzeitig lernen unsere Zweijähren Mädels, dass ein Nein auch ein nein ist. Und DAS auszuhalten ist das Allerschwerste. Aber: Im Kindergarten sind sie gewappnet und fühlen sich nicht zurückgestoßen, denn: wir sind mittendrin und halten aus…..mit trösten.

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