Schlafen will gelernt sein? Ja! Und das jeden Montag aufs Neue. Nach unserer Zeitverschiebung, unserem Waldspaziergang und dem anschließendem Besuch auf dem Spielplatz zusammen mit ganz vielen Kindergartenkindern, müsste man eigentlich davon ausgehen, dass alle Minimenschen taumelnd ins Bett fallen. Meine nicht
! Ich saß irgendwann im Schlafzimmer, um alles, was den Schlaf verhindert einzustellen. Z. B. hinstellen, kreischen, glucksen, lachen, hüpfen, alles aus dem Bett schmeißen, weinen………die Liste könnte ich beliebig vortsetzen. Ich setzte mich auf einen Hocker, machte meine Augen zu ( mit luschern natürlich), hoffte auf friedlichen Schlaf und hatte es tatsächlich geschafft, trotz des Überdrehtseins der “Großen” und dem “schlafen ist blöd” der Kleinen, sie schlummernd allein zu lassen. Ich verließ also das Schlafzimmer, um knappe 20 Minuten später alle Kinder versammelt im Spielzimmer zu haben, weil sie DA nämlich ausgeschlafen waren. Aber…..morgen ist Dienstag, und es kann nur besser werden.
Wir waren erfolgreich bei den Musikkindern. Es war toll. Alle haben auf ihre Art und Weise mitgemacht, haben Klanghölzer klingen lassen, Rasseleier gerasselt, sich nach Musik bewegt, die Ärmchen in die Lüfte gestreckt, geklatscht, gewackelt und gelacht, um danach den Knabbertisch abzugrasen. Es waren insgesamt 18 Kinder anwesend. Wir waren natürlich die Kleinsten aber ebenso begeistert und erfreut wie der Rest. Am nächsten Donnerstag mache ich “Beweisaufnahmen”
.
Das es so schnell so kalt wird, hätte ich nicht gedacht. An manchen Tagen müssen wir ganz schön überlegen, was wir uns anziehen, um draußen entweder nicht zu verdampfen, oder zu erfrieren.

Herbst
Also verfahren wir nach dem Zwiebelprinzip: eine Lage über die Andere. Wir beginnen jeden Tag mit dem Frühstück. Danach machen wir ein Fingerspiel und singen ein Lied. Anschließend richte ich die Küche wieder her und alle unter einem Meter dürfen spielen. Gegen 9:00 Uhr beginnen wir uns in aller Ruhe, einer nach dem Anderen , für draußen fertig zu machen. D. h. jeder bekommt eine neue Windel und wird der Witterung entsprechend eingepackt. Meistens beginne ich mit Sophie, weil sie danach in den Maxi Cosi verfrachtet wird. Dann folgt Johanna, mit anschließendem Aufenthalt im Hochstuhl. Da wir keinen Sommer mehr haben, müssen wir schauen, das man so dick eingepackt, drinnen nicht zu sehr ins Schwitzen gerät. Als nächstes ist Sarah dran, um dann von Dina abgelöst zu werden.
Da nur Dina laufen kann, verfahren wir mit dem Herausbringen in umgekehrter Reihenfolge. Die, die sich am meisten bewegen, werden als Erste an die frische Luft ( in den Krippenwagen ) gesetzt. Sarah bleibt im Königsstuhl, dem Maxi Cosi, und Johanna sitzt zwischen Sarah und der Buddeltüte mit Spielzeug, Verpflegung, Trinken und Wickelsachen. Damit sie nicht umkippt, wenn der Schlaf sie übermannt.
Kaum die Straße erreicht, die nun wirklich keine 2 Minuten von der Tür entfernt ist, gehen die Händchen in Richtung Buddeltüte. DA IST DOCH IMMER ETWAS DRIN !!! Warum also so lange warten, bis wir irgendwo halt machen. Ist ja auch bequem. Alle sitzen warm eingepackt, werden umher gefahren ( in unserem Fall, in den Wald) und genießen die Gaumenfreuden. Im Wald angekommen ist Dina nicht mehr zu halten und will selber laufen. Zum Leid von Sarah, die dann die kommende halbe Stunde mit ihren Fingerchen auf die laufende Dina zeigt und mir signalisiert, dass sie auf jeden Fall DA jetzt auch hin will. Aber ohne laufende Füße, geht das ja leider nicht. Wenn wir die Walderkundung abgeschlossen haben, trudeln wir auf dem Spielplatz ein. Bei großem Glück, wird dieser dann schon von zwei anderen Tagesgruppen mit Tagesmuttis bespielt.
Gegen 11 Uhr machen wir uns dann auf den Heimweg. In der großen Hoffnung des wachbleibens aller Beteiligten
. Mittag wird wieder aufgeteilt. Zuerst wird Sophies Hunger gestillt, danach der von Johanna und anschließend essen Dina und Sarah gemeinsam und machen Quatsch
.
Zähne putzen…..heia…..An manchen Tagen geht die Einschlafphase sehr schnell. An machen habe ich ein Kind auf dem Arm und ein Kind versucht im Maxi Cosi, welcher von meinem Fuß gesteuert wird, einzuschlafen. Nach dem Mittagsschlaf beginnt das Kommen und gehen.
Jeder Tag ist gleich strukturiert, und doch fühlt es sich jeden Tag etwas anders an.
SCHÖN !!!